Volkswagen Salzgitter

Deutscher Betriebsrätepreis geht an Volkswagen Salzgitter. Meine: „Auszeichnung für qualifizierte Mitbestimmung bei Volkswagen“

  • 29.10.2015
  • News, Presseinfos, Volkswagen

Salzgitter/Hannover – Der Deutsche Betriebsrätepreis geht in diesem Jahr an die Betriebsräte des Volkswagen Werkes in Salzgitter. Die vom Betriebsrat initiierte ergonomische Gestaltung einer Montagelinie in der Motorenproduktion erhielt von der Jury den 1. Preis. Damit werden zum wiederholten Male Betriebsräte aus dem IG Metall-Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt für ihre Arbeit prämiert. In den vergangenen Jahren wurden beispielsweise Betriebsräte des Volkswagen Werks in Braunschweig oder Betriebsräte der Salzgitter Flachstahl für ihr Engagement ausgezeichnet.

Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, begrüßte die Vergabe des Preises an die Volkswagen-Betriebsräte. „Der Preis ist eine Auszeichnung für engagierte Arbeit von Betriebsräten, die häufig viel zu wenig gewürdigt wird. Er ist aber vor allem auch eine deutliche Anerkennung für die qualifizierte Mitbestimmung bei Volkswagen.“ 

Wolfgang Räschke, IG Metall-Bevollmächtigter in Salzgitter, gratulierte den Betriebsräten von Volkswagen in Salzgitter. „Es gehört zum täglichen Kerngeschäft von Betriebsräten, Maßnahmen zur Anpassung der Produktion an die Beschäftigten durchzusetzen. Und es wird immer wichtiger, da der Gesetzgeber die Lebensarbeitszeit verlängert hat und die Belegschaften demzufolge immer älter werden. Das dieses Engagement honoriert wird, ist gut und richtig.“ 

Aufgrund des relativ hohen Durchschnittsalters der Belegschaft von knapp 45 Jahren und der körperlich stark belastenden Tätigkeiten, setzte sich der Betriebsrat für die ergonomische Gestaltung der Motorenproduktion ein. Damit gibt es in der Motorenproduktion heute alternsgerechte Arbeitsplätze, die es ermöglichen, dass die Beschäftigten gesund in Rente gehen können. So berücksichtigen Trägersysteme die verschiedenen Körpergrößen der Beschäftigten, optimale Neigungswinkel können individuell angepasst werden und die Motoren lassen sich mit den Trägersystemen um 180 Grad drehen. Die individuellen Daten werden dabei auf einem Chip des Beschäftigten gespeichert und sind bei jedem Arbeitsplatzwechsel abrufbar.

 

(Presseinformation Nr. 77/2015)