Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie

12.500 Beschäftigte beteiligen sich an Großaktionen für mehr Geld. Meine: „Der Countdown läuft bis Pfingsten. Entweder gibt’s bis dahin ein Tarifergebnis oder ganztägige Warnstreiks“

  • 11.05.2016
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Hannover – Mehr als 12.500 Beschäftigte aus 94 Betrieben haben am heutigen Mittwoch an zahlreichen Großaktionen für mehr Geld teilgenommen. „Viel Zeit bleibt den Arbeitgebern nicht mehr: Der Countdown läuft bis Pfingsten. Entweder gibt’s bis dahin ein Tarifergebnis oder ganztägige Warnstreiks. Die Arbeitgeber haben es in der Hand,“ so Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Warnstreik in Salzgitter

An den Großaktionen beteiligten sich in Osnabrück mehr als 2.500 Beschäftigte aus 13 Betrieben. Vor dem Tor von ITT Bornemann in Obernkirchen forderten 440 Beschäftigte aus 6 Betrieben mehr Geld und auf der 'Kreuzung der Metallerinnen und Metaller' in Salzgitter forderten rund 3.000 Beschäftigte aus 11 Betrieben, die Arbeitgeber auf, endlich ein verhandelbares Angebot vorzulegen. In Hannover nahmen 2.100 Beschäftigte aus 21 Betrieben an einer zentralen Warnstreikaktion auf dem Stöckener Markt teil. In Braunschweig fand die zentrale Großaktion vor dem Hauptbahnhof statt. Es beteiligten sich mehr als 1.000 Beschäftigte aus 10 Betrieben der Region daran. Auf dem Marktplatz von Sarstedt nahmen über 500 Beschäftigte aus 10 Betrieben am Warnstreik teil. An der zentralen Warnstreikaktion in Göttingen nahmen 1.500 Beschäftigte aus 15 Betrieben teil. In Sachsen-Anhalt fanden Warnstreiks in Thale und Hettstedt mit insgesamt 350 Beschäftigten von Thaletec und MKM statt.

 

Bisher haben sich mehr als 38.300 Beschäftigte aus 303 Betrieben in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt an Warnstreiks beteiligt. Sollte es in den nächsten Tagen zu keiner Einigung mit den Arbeitgebern in der Fläche der Metall- und Elektroindustrie kommen, wird die IG Metall zu ganztägigen Warnstreiks übergehen. Darüber werden wir Sie dann kurzfristig informieren.

 

Bei Volkswagen fanden parallel spontane Aktionen statt. Allein in Wolfsburg beteiligten sich 35.000 Beschäftigte. 

 

(Presseinformation Nr. 58/2016)