Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie in Niedersachsen und Bremen

Tarifergebnis für Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie erzielt: Mehr Geld und Altersteilzeit durchgesetzt

  • 26.02.2016
  • News, Holz & Kunststoff

Hannover - Für die 20.000 Beschäftigten der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie in Niedersachsen und Bremen konnte in der dritten Verhandlungsrunde am gestrigen Donnerstag ein Ergebnis erzielt werden: Ab 1. Mai 2016 werden die Entgelte um 2 Prozent und zum 1. Juli 2017 um weitere 1,7 Prozent erhöht.

Erst entschlossene Warnstreiks haben das Tarifergebnis ermöglicht (hier am 17. Februar vor dem Werkstor von Haworth in Bad Münder). Foto: Heiko Stumpe

Die IG Metall konnte in der Tarifrunde einen Altersteilzeitanspruch für die Beschäftigten durchsetzen. Der Tarifvertrag zur Demografie sieht vor, dass die Arbeitgeber ab Januar 2017 jährlich 300 Euro pro Beschäftigten zur Finanzierung der Altersteilzeit in einen Fonds einzahlen. Damit haben die Beschäftigten im Rahmen der einbezahlten Mittel einen Anspruch auf Altersteilzeit.

Darüber hinaus wollen die Tarifvertragsparteien bis zum Herbst 2016 Gespräche über Regelungen für Studierende im Praxisverbund aufnehmen.

Wilfried Hartmann, IG Metall-Verhandlungsführer in Niedersachsen und Bremen, betonte die Bedeutung des Demografie-Tarifvertrages für die Beschäftigten. „Es waren Warnstreiks notwendig, bis die Arbeitgeber verbindliche Regelungen für den flexiblen Ausstieg aus dem Erwerbsleben akzeptiert haben. Das dies jetzt gelungen ist, ist ein wichtiger Meilenstein für die Beschäftigten.“

Der Entgelt-Tarifvertrag läuft bis 31. Dezember 2017. Der Demografie-Tarifvertrag läuft zum 31. Dezember 2020 aus.