Tarifverhandlung Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt

Verhandlungen in Magdeburg ohne Ergebnis, Warnstreiks werden fortgesetzt – Rund 600 Beschäftigte auf Kundgebung vor Verhandlungslokal

  • 19.01.2018
  • News, Presseinfos, Tarif, Metall & Elektro, Bildergalerie, Video

Hannover/Magdeburg – Die dritte Verhandlungsrunde der Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt ist heute in Magdeburg ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Verhandlungen wurden von einer lautstarken Kundgebung vor dem Hotel Ratswaage begleitet, an der sich rund 600 Beschäftigte beteiligten.

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld und den Anspruch für alle Beschäftigten, ihre Arbeitszeit vorübergehend für bis zu 24 Monate auf bis zu 28 Stunden reduzieren zu können, verbunden mit einem Rückkehrrecht zur Vollzeit, einem Entgeltzuschuss für Beschäftigte mit zu pflegenden Angehörigen und Kindern unter 14 Jahren sowie für Beschäftigte in Schichtarbeit und anderen belasteten Arbeitszeitmodellen.

 

Bezirksleiter und Verhandlungsführer Thorsten Gröger kommentiert die heutige Verhandlung: „Die Arbeitgeber sind uns weder beim Entgelt noch beim Entgeltzuschuss entgegen gekommen. Einzig beim Anspruch auf kurze Vollzeit gab es leichte Signale der Gesprächsbereitschaft, aber es wurden Bedingungen gestellt. Unterm Strich ist das zu wenig, die Chance auf Einigung haben die Arbeitgeber heute erneut vertan. Nun dürfen sie sich nicht wundern, wenn ihr Verhalten eine weitere Verschärfung des Arbeitskampfes provoziert.“

 

Die Verhandlungen werden am kommenden Montag, den 22. Januar, für das Tarifgebiet Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim in Osnabrück fortgesetzt. Am 26. Januar tritt der Vorstand der IG Metall in Frankfurt am Main zusammen, um auf Grundlage des Verhandlungsstandes eine Entscheidung über das weitere Vorgehen zu treffen. Anfang Februar soll es einen weiteren Gesprächstermin in Sachsen-Anhalt geben.

 

(Presseinformation Nr. 17/2018)

 

Weitere Informationen siehe Flugblatt:

 

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