Metallerinnen und Metaller zeigen Stärke

• 49.300 Beschäftigte der Volkswagen-Standorte beteiligen sich an spontanen Aktionen • 41.000 Beschäftigte beteiligen sich seit Ende der Friedenspflicht an Warnstreiks

  • 14.05.2013
  • News, Presseinfos, Volkswagen, Metall & Elektro, Video

Hannover – Parallel zu den heutigen Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie beteiligten sich insgesamt rund 49.300 Beschäftigte der Volkswagen-Standorte in Wolfsburg, Kassel, Hannover, Braunschweig, Salzgitter und Emden an spontanen Aktionen. Allein am Standort in Wolfsburg waren rund 31.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beteiligt. In Kassel fand eine Aktion von 4.500 Beschäftigten statt, in Hannover beteiligten sich rund 6.000 Beschäftigte an einer Aktion auf dem Werksgelände, in Braunschweig nahmen 2.800 Beschäftigte an der spontanen Aktion teil, in Salzgitter waren 2.000 Volkswagen-Beschäftigte an einer Aktion beteiligt und in Emden nahmen daran rund 3.000 Beschäftigte teil.

Spontane Aktion in Wolfsburg

Informationsveranstaltung bei Volkswagen in Wolfsburg

IG Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine sagte in Wolfsburg: „Aus den Volkswagen-Standorten geht heute eine deutliche Warnung an den Vorstand des größten Automobilherstellers in Europa. Es wird Zeit, den Eiertanz zu beenden. Das gilt für die Fläche genauso wie für Volkswagen. Beide, Volkswagen und Fläche, ziehen an einem Strang. In der Fläche haben die Arbeitgeber heute in Bayern eine der letzten Gelegenheiten, mit der IG Metall ein Verhandlungsergebnis zu erzielen.“

 

Bernd Osterloh, Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzender der Volkswagen AG, sagte in Wolfsburg: „Heute mischen wir uns aktiv in die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie ein. Wir bei Volkswagen sind keine Zaungäste in dieser Tarifbewegung. Es geht auch um unsere Forderung und um unsere Tariferhöhungen. Wir stellen uns solidarisch an die Seite unserer Kolleginnen und Kollegen aus der übrigen Metallindustrie. Diese Solidarität kann uns niemand verwehren. Das ist unser gutes Recht.“

 

Meine forderte Volkswagen auf, mit der IG Metall in der zweiten Verhandlung, am 27. Mai, konstruktiv zu verhandeln. Dann könne schnell ein Ergebnis für die Volkswagen-Beschäftigten erzielt werden.

 

In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt haben am heutigen Dienstag massive Warnstreiks stattgefunden. Rund 17.000 Beschäftigte aus 80 Betrieben der Metall- und Elektroindustrie legten zeitweise die Arbeit nieder. Seit Ende der Friedenspflicht nahmen insgesamt rund 41.000 Beschäftigte aus 264 Betrieben an Warnstreiks teil.

 

Die größten Warnstreiks im IG Metall Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt fanden am heutigen Dienstag in Salzgitter, Braunschweig, Hildesheim, Hannover, Osnabrück sowie Osterode und Göttingen statt. In Salzgitter nahmen rund 4.000 Beschäftigte an Warnstreiks teil. Dabei wurden sie spontan von rund 2.000 Volkswagen-Beschäftigten unterstützt. In Braunschweig beteiligten sich rund 3.500 Beschäftigte aus 7 Betrieben an Warnstreiks. In Osterode und Göttingen nahmen am Warnstreik rund 3.000 Beschäftigte aus 27 Betrieben teil. In Hildesheim beteiligten sich rund 1.000 Beschäftigte aus 10 Betrieben an Warnstreiks. In Hannover legten rund 2.000 Beschäftigte aus 24 Betrieben die Arbeit nieder. In Osnabrück fand ein Warnstreik von rund 1.500 Beschäftigten aus 6 Betrieben statt.

 

(Presseinformation Nr. 33 / 2013)