IG Metall-Kampagne für bessere Bedingungen an den Berufsschulen

Über 13.000 Jugendliche fordern mehr Geld für die Berufsschulen

  • 30.11.2015
  • News, Bildergalerie, Presseinfos, Jugend

Hannover – Unter dem Motto „BBS ohne Stress“ hat die IG Metall in Niedersachsen eine Unterschriften-Kampagne gestartet, die auf die Verbesserung der Bedingungen an den Berufsschulen abzielt. Die von der IG Metall-Jugend initiierte Kampagne hat seit Ende September diesen Jahres zu einer breiten Unterstützung geführt.

Im Rahmen einer Aktion vor dem Kultusministerium übergab heute (30.11.) eine Delegation von 150 Jugendlichen ein erstes Paket mit 13.000 Unterschriften an die Staatssekretärin im Kultusministerium, Erika Huxhold.

Aktion vor dem Kultusministerium, Foto: Heiko Stumpe

Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, forderte die Staatssekretärin im Rahmen der Übergabe auf, endlich mehr Mittel für die Berufsschulen zur Verfügung zu stellen. „Während die duale Berufsausbildung international bewundert wird, wird im Inland die Qualität der schulischen Säule der Berufsausbildung massiv vernachlässigt. Der Investitionsstau betrifft nicht nur die mangelnde technische Ausstattung der Berufsschulen, auch die personelle Situation ist teilweise bedenklich angespannt, wenn mehr als 20 Prozent der Unterrichtsstunden ausfallen.“

 

Nina Zach, IG Metall-Expertin für die duale Berufsausbildung, verwies im Rahmen der Unterschriften-Übergabe auf eine von der IG Metall-Jugend bereits Mitte des Jahres durchgeführte Umfrage unter den Berufsschülern in Niedersachsen. „57 Prozent der befragten Berufsschüler klagen über massive Unterrichtsausfälle. 71 Prozent geben an,“ so Zach weiter, „dass der Unterricht nicht oder nur unzureichend auf die betriebliche Praxis vorbereitet und über 52 Prozent der Berufsschüler klagen über eine mangelnde technische Ausstattung der Schulen.“

 

(Presseinformation Nr. 81/2015)

 

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