VW-Tarifrunde

Tarifverhandlungen mit der Volkswagen AG: Arbeitgeber müssen sich bewegen

  • 27.01.2018
  • News, Volkswagen

Hannover – Nach dem Abbruch der laufenden Verhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie durch die Arbeitgeber steigt nun auch der Druck auf die Arbeitgeberseite bei der für Dienstag kommender Woche vorgesehen dritten Verhandlung in der Tarifrunde mit der Volkswagen AG.

Bezirksleiter Thorsten Gröger, Verhandlungsführer für das Haustarifgebiet der Volkswagen AG und die Tarifgebiete Niedersachsen und Sachsen-Anhalt der Metall- und Elektroindustrie, äußert mit Blick auf die Verhandlungen eine klare Erwartungshaltung: "So geht das nicht weiter. Wir hoffen, dass Volkswagen diese Chance nutzt, den Weg konstruktiver Verhandlungen beschreitet und den Beschäftigten endlich mit einem ordentlichen Angebot entgegenkommt. Kein Angebot, das die Beschäftigten selber finanzieren oder das zum Abbau tariflich gesicherter Leistungen führt. In der Metall- und Elektroindustrie hat die Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite eine Eskalation provoziert, hier wird es ganztägige Warnstreiks geben. Ich appelliere an die Arbeitgeber: geben Sie sich einen Ruck! Bewegen Sie sich, sonst werden Sie angeschoben."


Das Forderungspaket der IG Metall umfasst die Erhöhung des Entgelts um 6 Prozent für zwölf Monate, eine Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung und die Verpflichtung zur Einstellung von Auszubildenden zur Bewältigung von Digitalisierung und Transformation für fünf Jahre. Beim Entgelt boten die Arbeitgeber lediglich eine Einmalzahlung von 200 Euro und eine Erhöhung von zwei Prozent sowie eine Verlängerung der Ausbildungszusage um lediglich ein Jahr. Zur betrieblichen Altersversorgung machte Volkswagen kein Angebot, stellte stattdessen Gegenforderungen nach Beiträgen der Beschäftigten durch Abbau tariflich gesicherter Leistungen.


Die Friedenspflicht bei der Volkswagen AG endet am 31. Januar 2018. Danach sind Warnstreiks möglich, wenn die Verhandlungen zu keiner Einigung führen.

 

(Pressemitteilung Nr. 23/2018)

 

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