Schnellecke Logistics Wolfsburg GmbH

Tarifverhandlung bei Schnellecke nimmt Fahrt auf

  • 09.11.2016
  • News, Presseinfos, Tarif, Volkswagen

Wolfsburg – In der zweiten Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Schnellecke Logistics Wolfsburg GmbH konnte die IG Metall am Dienstag nach mehrstündiger Verhandlung Fortschritte erzielen. Die Verhandlung wird auf Grundlage des neuen Angebots, das die Unternehmensseite gestern vorgelegt hat, am 22. November 2016 fortgesetzt. Die anderen Kontraktlogistiker CEVA Logistics, Imperial Automotive und Rudolph Logistik zahlen bereits seit Monaten nach dem Tarifvertrag der IG Metall.

IG Metall-Verhandlungsführer Thilo Reusch: "Die Verhandlungen in der zweiten Runde verliefen konstruktiv. Schnellecke hat das Niveau der AutoVisions-Tarifverträge ab 2018 akzeptiert und bewegt sich damit in die richtige Richtung. Das begrüßen wir. Allerdings haben wir noch einige Steine aus dem Weg zu räumen. So ist die IG Metall mit dem Arbeitgeberangebot für die Übergangsphase im Jahr 2017 nicht einverstanden. Und dass es für 2016 nichts geben soll, kann auch nicht sein."

Hartwig Erb, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg: "Bisher lagen die Entgelte bei Zulieferern in der Kontraktlogistik teilweise 60 bis 70 Prozent unter dem Niveau der Entgelte von Industriebetrieben. Volkswagen hat sich dies in der Vergangenheit zu Nutze gemacht und die Speditions- und Logistikbereiche immer mehr ausgelagert. Wir fordern Volkswagen auf, zukünftig durch eine verantwortungsvolle Vergabepolitik gute Standards für Beschäftigte dieser Logistikzulieferer zu schaffen. Die IG Metall lässt es nicht zu, dass Belegschaften hier gegeneinander ausgespielt werden."

 

Die für Kontraktlogistik in Wolfsburg zuständige Gewerkschaftssekretärin, Jutta Ehlers, ergänzt: "Am 22. November besteht die Chance, am Verhandlungstisch zum Abschluss zu kommen. Maßstab sind die bereits abgeschlossenen Tarifverträge."

 

Sollte es am 22. November zu keiner Verständigung kommen, plant die IG Metall Aktionen.

 

Hinweis:

 

Volkswagen hat die Speditions- und Logistikbereiche in der Vergangenheit immer mehr ausgelagert. Dabei geht es um weitaus mehr, als um das einfache Verladen, Lagern oder Transportieren von Gütern. Die Dienstleister beschränken sich nicht darauf, Teile und Komponenten an die Werkshallen zu fahren. Die Angebotspalette der Logistiker umfasst klassische Aufgaben eines Produktionsbetriebs, wie Materiallager, Produktionsbelieferung und Konfektionierung bis hin zur Vormontage kompletter Komponenten. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Qualifikation, das Know-how, die Flexibilität und die Belastbarkeit der Beschäftigten aus der Kontraktlogistik.

 

(Presseinformation Nr. 87/2016)