Tarif Autovision und WOB AG

Tarifergebnis für Leiharbeitsbeschäftigte der Autovision und WOB AG erzielt

  • 02.12.2010
  • News, Volkswagen, Presseinfos

•Beschäftigte erhalten 6,3 Prozent mehr Geld in zwei Schritten
•Lohnuntergrenze von 8,50 Euro vereinbart

Wolfsburg – Leiharbeitsbeschäftigte der Autovision und der WOB AG erhalten 6,3 Prozent mehr Geld in zwei Schritten. Zunächst erhöhen sich die Entgelte der rund 11.000 Leiharbeitsbeschäftigten beider Unternehmen rückwirkend zum 1. Oktober 2010 um 4 Prozent. In einem zweiten Schritt erhalten die Leiharbeitsbeschäftigten ab dem 1. September 2011 2,3 Prozent mehr Geld. Zusätzlich wurde eine Lohnuntergrenze für die Leiharbeitsbeschäftigten von 8,50 Euro zum 1. April 2012 vereinbart. Leiharbeiter, die in Ostdeutschland eingesetzt werden, müssen ab April 2012 keinen ‚Ostabschlag’ mehr hinnehmen. Ab April 2012 wird es einheitliche Entgelttabellen im Westen und Osten geben. Die Laufzeit des Tarifvertrages endet nach 24 Monaten zum 30. September 2012.

Thilo Reusch, IG Metall-Verhandlungsführer, zeigte sich sehr zufrieden mit dem erzielten Tarifergebnis: „An diesem guten Tarifabschluss sollten sich andere Leiharbeitsunternehmen ein Beispiel nehmen. Mit Dumpinglöhnen und einer Ungleichbehandlung von Leiharbeitsbeschäftigten in West- und Ostdeutschland muss 20 Jahre nach dem Fall der Mauer endlich Schluss sein.“

 

Der abgeschlossene Tarifvertrag gilt für Leiharbeitsbeschäftigte, die über die Autovision oder WOB AG bundesweit bei Drittfirmen eingesetzt werden. Für Leiharbeitsbeschäftigte, die bei Volkswagen eingesetzt sind, hat die IG Metall bereits vor längerer Zeit eine Equal Pay-Vereinbarung durchgesetzt. Für Leiharbeitsbeschäftigte, die über die WOB AG bei Volkswagen oder in Wolfsburg eingesetzt sind, besteht ebenfalls eine Equal Pay-Vereinbarung.

 

(Presseinformation Nr. 58 / 2010)