Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt

Rund 700 Beschäftigte beteiligen sich an Warnstreiks vor der dritten Tarifverhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt

  • 25.04.2012
  • News, Presseinfos, Metall & Elektro, Tarif

Barleben – Rund 700 Beschäftigte aus der Betrieben der Region Magdeburg haben sich vor der dritten Tarifverhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt an Warnstreiks beteiligt. An dem Warnstreik in Barleben beteiligten sich beispielsweise Beschäftigte von Schiess aus Ascherleben, von Novelis aus Nachterstedt, von SKL und Schaeffler aus Magdeburg sowie Beschäftigte von ThyssenKrupp Presta, BMB und dem Achslagerwerk Staßfurt. Darüber hinaus beteiligten sich Delegationen von Beschäftigten von ABB, KSB, IMO sowie MKM, BIS Rohrleitungsbau, Fahrzeugtechnik Dessau und VEM an dem Warnstreik.

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„Die Warnstreikphase hat im Osten begonnen. Die Hinhaltetaktik und das mickrige Angebot der Arbeitgeber in anderen Tarifgebieten treibt die Beschäftigten auf die Straße. Nach den Thüringern sind auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt nicht länger bereit, still zu halten,“ sagte Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, auf der Warnstreik-Kundgebung unmittelbar vor der Verhandlung in Barleben bei Magdeburg.

 

In der dritten Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt haben die Arbeitgeber am heutigen Mittwoch (25.04.) in Sachsen-Anhalt das bereits in anderen Tarifgebieten unterbreitete Angebot vorgelegt. Sie bieten mickrige 3 Prozent mehr Geld für 14 Monate, verweigern die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und lehnen faire Bedingungen für Leiharbeitsbeschäftigte ab. Zusätzlich wollen sie eine Arbeitszeitverlängerung durchsetzen, indem sie die Erhöhung der 40-Stunden-Quote verlangen.

 

„Was die Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt angeboten haben, wird sicherlich nicht zur Lösung des Tarifkonflikts beitragen. Vor allem die geforderte Ausweitung der 40-Stunden-Quote empört die Beschäftigten, zumal im Osten länger gearbeitet werden muss als in anderen Bundesländern.“

 

Die vierte Tarifverhandlung findet am 14.05. statt. 

 

(Presseinformation Nr. 38 / 2012)

 

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