Energiewende beschleunigen / Arbeitsplätze in der Offshoreindustrie in Gefahr

Rund 700 Beschäftigte bei Kundgebung in Hannover

  • 08.01.2013
  • News, Presseinfos

Hannover - Rund 700 Beschäftigte der Offshore-Windindustrie und der Werften sowie Delegationen aus hannoverschen Betrieben haben heute auf einer Kundgebung in Hannover eine Beschleunigung der Energiewende gefordert. „Mit dem Planungschaos der Bundesregierung muss endlich Schluss sein. Dadurch verzögern sich Milliardeninvestitionen und dadurch sind mehrere tausende Arbeitsplätze in der Zukunftsbranche Offshore in Gefahr“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste.

Fotos: Walter Schmidt

Rund 700 Beschäftigte der Offshore-Windindustrie und der Werften haben heute auf einer Kundgebung in Hannover eine Beschleunigung der Energiewende gefordert. Mit dabei waren auch Delegationen aus hannoverschen Betrieben, die aus Solidarität mitdemonstriert haben. „Mit dem Planungschaos der Bundesregierung muss endlich Schluss sein. Dadurch verzögern sich Milliardeninvestitionen und dadurch sind mehrere tausende Arbeitsplätze in der Zukunftsbranche Offshore in Gefahr“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste.

 

Probleme bei SIAG und Sietas
Besonders betroffen sind die SIAG Nordseewerke in Emden und die Sietas-Werft in Hamburg. Beide Unternehmen sind in der Insolvenz und in beiden Fällen ist unklar, wie es für die Beschäftigten weiter geht. Außerdem hat der Windanlagenhersteller PowerBlades in Bremerhaven angekündigt, dass in den nächsten Monaten 400 Leiharbeiter gehen müssen. „Wenn die Energiewende nicht bald an Fahrt gewinnt, wird es auch in weiteren Unternehmen massive Probleme geben“, erklärte Geiken. „Es ist allerhöchste Zeit, gegenzusteuern. Die Beschäftigten dürfen nicht die Leidtragenden einer verpatzten Energiewende werden.“


Nordseewerke: Ministerpräsident gefordert
Die IG Metall Küste forderte Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister auf, die Rettung der SIAG Nordseewerke endlich zur Chefsache zu machen: „Die Beschäftigten haben genug von ordnungspolitischen Vorträgen. Sie erwarten konkrete Hilfe, damit der Standort und die Arbeitsplätze erhalten bleiben“, so der Bezirksleiter.
Anlass der Kundgebung war die „Offshore-Konferenz“ des Bundeswirtschaftsministeriums u.a. mit Niedersachsens Ministerpräsident McAllister und dem Maritimen Koordinator der Bundesregierung Hans-Joachim Otto in Hannover.

 

Weitere Informationen auf der homepage der IG Metall Küste: >>weiter