Robert Bosch: Wichtiges Zwischenziel erreicht

  • 11.03.2016
  • Betrieb

Der Gesamtbetriebsrat (GBR) der Robert Bosch GmbH stimmt einer Grundsatzvereinbarung mit der Konzernleitung zu. Der Geschäftsbereich Starter und Generatoren (SG) wird als 100 prozentige Tochter der Robert Bosch GmbH verselbstständigt. Die Interessen der Beschäftigten bleiben gewahrt.

Alfeld-Hameln-Hildesheim – Nach langen Auseinandersetzungen und schwierigen Verhandlungen schlossen der GBR und die Konzernleitung in dieser Woche eine Grundsatzvereinbarung ab. Der Geschäftsbereich SG soll bis Mitte des Jahres als eigenständige Organisationseinheit gebildet werden. Die Details dazu sind noch mit den Betriebsräten vor Ort zu verhandeln.

 

„Durch die Ausgründung des SG entstehen für die bei der Robert Bosch GmbH verbleibenden Beschäftigten keine Nachteile“, stellt Stefan Störmer, der Betriebsratsvorsitzende, fest. „Wir haben eine verbindliche Produktzusage für ein weiteres Erzeugnis vereinbart, falls Ende 2018 ein Personalüberhang besteht.“

 

„Die Grundsatzvereinbarung sichert die Beschäftigten bei den beabsichtigten Betriebsübergängen sehr gut ab!“, hebt Uwe Mebs, der erste Bevollmächtigte der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim, einen Eckpunkt der Grundsatzvereinbarung hervor.

 

Dies wird an mehreren Regelungen deutlich. Die Tarifbindung ist gesichert, weil sich das Unternehmen verpflichtet hat, mit der zugründenden Tochtergesellschaft in den hiesigen Arbeitgeberverband einzutreten. Diese Zusage gilt auch bei einer eventuellen Veräußerung der zu gründenden Tochtergesellschafter an Dritte.

 

Alle Betriebsvereinbarungen gelten fort. Die betriebliche Altersversorgung bleibt unverändert. Die Strukturen der heute bestehenden Arbeitnehmervertretungen werden durch einen besonderen Tarifvertrag abgesichert. Damit werden beide Betriebe als ein gemeinsamer behandelt.

 

Die Arbeitnehmer, die in die zu gründende Tochtergesellschaft übergehen, können falls sie betriebsbedingt gekündigt werden, eine Weiterbeschäftigung in der Robert Bosch GmbH verlangen. Diese Regelung gilt insbesondere dann, wenn die noch zu gründende Tochtergesellschaft an einen Dritten veräußert werden sollte.

 

Uwe Mebs und Stefan Störmer verweisen auf einen weiteren Verhandlungserfolg. Die erst im März 2015 novellierte, unbefristet laufende, Standort- und Beschäftigungssicherungsvereinbarung Hildesheim enthält ein Datum für eine erstmalige Kündigung durch den Arbeitgeber. Dieses Datum konnte um über 2 Jahre, auf den 31.12.2020, in die Zukunft gelegt werden.

 

Allerdings stehe aus Sicht der Arbeitnehmer noch eine weitere wichtige Aufgabe an. „Für alle in Hildesheimer Wald ansässigen Produktbereiche müssen zukunftsfähige und verpflichtende Konzepte erstellt werden“, so Uwe Mebs und Stefan Störmer. „Wir wollen nicht mehr über Personalabbau verhandeln müssen. Wir wollen Konzepte durchsetzen, die die Beschäftigung im Hildesheimer Wald auch zukünftig sicherstellt!“

 

Presseinformation 5/2016

der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim