Continental/Schaeffler

Paritätische Mitbestimmung bewährt sich unter schwierigsten Umständen

  • 12.08.2009
  • News, Presseinfos

Hannover - Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter und Aufsichtsratsmitglied der Continental AG, bezeichnete den gefundenen Kompromiss im Konflikt zwischen Continental und der Familie Schaeffler als tragfähig. „In den Gesprächen, die unter Beteiligung der IG Metall und der IG BCE stattgefunden haben, mussten sich alle Beteiligten bewegen. Damit ist der Weg frei für die längst überfällige Lösung der Probleme. Wir erwarten vom Vorstand ein verlässliches und an den Sachfragen orientiertes Handeln. Dabei muss es um die Sicherung der Arbeitsplätze und die Zukunft der beiden Unternehmen gehen“, so Hartmut Meine.

Die Gewerkschaften hätten am Vorstandsvorsitzenden Karl-Thomas Neumann gerne festgehalten, wollten aber einer Lösung der Situation nicht im Wege stehen, da auch der Aufsichtsratsvorsitzende Koerfer von seiner Funktion zurücktritt.

 

Die Auseinandersetzung zwischen Continental und Schaeffler haben die positive Bedeutung der paritätischen Mitbestimmung in den Aufsichtsräten aufgezeigt: „Die Arbeitnehmerseite handelte stets verlässlich im Interesse der Beschäftigten und bemühte sich, die Kontrahenten zu einem gemeinsamen Handeln zu bewegen. Ohne Gewerkschafter und Betriebsräte wäre die emotionsgeladene Situation schon viel früher völlig eskaliert“, so Hartmut Meine. „Die Mitbestimmung hat sich unter schwierigsten Umständen bewährt und entscheidend zum jetzt gefundenen Kompromiss zwischen Continental und Schaeffler beigetragen. Diejenigen, die die paritätischen Mitbestimmungsstrukturen beschneiden wollen, sollten vor dem Hintergrund der monatelangen Auseinandersetzungen zwischen Continental und Schaeffler ihre Position dringend überdenken.“

 

Presseinformation 36/2009