Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie

Mickriges Angebot der Arbeitgeber provoziert Warnstreiks

  • 31.10.2008
  • News, Presseinfos, Metall & Elektro

Hannover - Die Arbeitgeber haben der niedersächsischen IG Metall in der dritten Tarifverhandlung mit 2,1 Prozent und einer Einmalzahlung von 0,8 Prozent ein völlig indiskutables Angebot unterbreitet. Hartmut Meine: "Das Angebot ist nicht mehr als ein hohler Kürbis zum Halloween. Die Wut bei den Beschäftigten über das mickrige Angebot ist groß."

"Als Steuerzahler sollen sie für die Finanzmarktkrise grade stehen. Wenn es aber darum geht, die Lebenshaltungskosten zu decken und ihren persönlichen Konsum zu befriedigen, heißt es, Gürtel enger schnallen. Das werden wir nicht länger hinnehmen. Das Angebot und die halsstarrige Haltung von NiedersachsenMetall macht Warnstreiks unumgänglich, wir lassen uns nicht für die Finanzmarktkrise in Regress nehmen", so der sichtlich ungehaltene niedersächsische Bezirksleiter Hartmut Meine weiter.


Es ist unverantwortlich von den Arbeitgebern, in der derzeitigen Situation auf Zeit zu spielen. "Es ist eine einsichtige und simple Wahrheit, dass die Beschäftigten mehr Geld brauchen, wenn die Lebenshaltungskosten stetig steigen und die Nachfrage gestärkt werden muss, um die Konjunktur zu stützen. Mehr Geld für die Beschäftigten schafft wirtschaftliche Stabilität", sagte Hartmut Meine in der zweistündigen Tarifverhandlung.

 


Die Warnstreiks beginnen in der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie am morgigen Samstag (1.11.).

 

In Mitternachtswarnstreiks werden die Beschäftigten von Johnson Controls (ehemalig Varta) in Hannover eine Minute nach Mitternacht für die Forderung von 8 Prozent mehr Geld vor das Werkstor ziehen. Es spricht der niedersächsische IG Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine.


Darüber hinaus treten die Beschäftigten von Nexans und Essex in Bramsche bei Osnabrück in den Warnstreik.

 

Ab Montag (3.11.) werden die Warnstreiks massiv ausgeweitet.

 

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