Metall-und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt

Metallindustrie Sachsen-Anhalt: Tarifergebnis für die Beschäftigten erzielt

  • 03.03.2010
  • News, Metall & Elektro, Presseinfos

Magdeburg - IG Metall und Arbeitgeberverband haben am Dienstag (2.03.) ein Tarifergebnis für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt vereinbart. Die in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen erzielten Entgeltsteigerungen werden übernommen. Bei der Beschäftigungssicherung wurden Besonderheiten vereinbart. Diese sind im Tarifvertrag „Beschäftigungssicherung in der Krise“ ab 1. März 2010 vertraglich geregelt. Die Laufzeit endet im Juni 2012.

Magdeburg - Im Tarifvertrag „Beschäftigungssicherung in der Krise" ist geregelt, dass die Arbeitszeit in Sachsen-Anhalt auf maximal 28 Stunden mit einem Teilentgeltausgleich abgesenkt werden kann, wenn die Möglichkeiten der Kurzarbeit ausgeschöpft sind. In Betrieben mit massiven Beschäftigungsproblemen arbeiten die Beschäftigten dann 28 Stunden und erhalten 30 Stunden und 15 Minuten bezahlt.

 

Darüber hinaus haben IG Metall und Arbeitgeber vereinbart, im Laufe des Jahres über betriebliche Qualifizierungsmodelle und Weiterbildungsprogramme für Ausgebildete sprechen zu wollen.

 

Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, bewertete das Tarifergebnis für Sachsen-Anhalt als guten Kompromiss. „Vor allem freut mich", so Meine, „dass die Arbeitgeber bereit sind, zusätzliche betriebliche Qualifizierungsmöglichkeiten für junge, engagierte Menschen mit der IG Metall beraten zu wollen. Davon profitieren die jungen Menschen und die Arbeitgeber gleichermaßen. In Zukunft wird die Wettbewerbsfähigkeit der Betrieb ganz entscheidend davon abhängen, ob engagierte Fachkräfte in den sachsen-anhaltinischen Unternehmen gehalten werden können."

Für die Monate Mai 2010 bis März 2011 erhalten die Beschäftigten einen Einmalbetrag von insgesamt 320 Euro. Die Auszahlung von zweimal 160 Euro erfolgt im Mai und Dezember 2010; Auszubildende erhalten insgesamt 120 Euro. Zum 1. April 2011 steigen dann die Entgelte um 2,7 Prozent an. Die Laufzeit des Entgelttarifvertrages endet nach 23 Monaten zum 31. März 2012.

 

Presseinformation Nr. 12/2010

 

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04.03.2010 metallnachrichten: "Sachsen-Anhalt: Ergebnis erzielt. Es gibt keinen Grund mehr für Massenentlassungen"