Aktionstag am 5. Oktober: Stopp prekäre Beschäftigung

Meine: "Ohne gute Arbeit gibt es keine auskömmliche Rente"

  • 26.09.2012
  • News, Presseinfos

Hannover – Die Politik hat Rahmenbedingungen geschaffen, die große Teile der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in die Altersarmut treiben. Befristete Arbeitsverhältnisse, endlose Praktikaschleifen für gut ausgebildete jungen Menschen und der missbräuchliche Einsatz von Leiharbeitsbeschäftigten haben skandalöse Ausmaße angenommen. Dies wird die IG Metall am 5. Oktober in den Betrieben und auf den Marktplätzen unter dem Motto "Stopp prekäre Beschäftigung" thematisieren.

Bildergalerie vom Aktionstag am 29.09.2012...

 

"Die prekären Arbeitsverhältnisse treiben die Menschen in die Altersarmut. Ohne gute Arbeit gibt es keine auskömmliche Rente, das ist eine schlichte Binsenweisheit die Politik und Arbeitgeber ignorieren," sagt Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Es sei absurd und scheinheilig, dass die Arbeitsministerin von der Leyen vor der Altersarmut warne, gleichzeitig an der Rente mit 67 festhalte und keine gesetzlichen Regelungen gegen die prekären Arbeitsverhältnissen auf den Weg bringe.

 

Das von der SPD vorgelegte Rentenkonzept, kritisierte Meine, werde der Altersarmut von prekär Beschäftigten ebenfalls nicht entgegenwirken. "Für Beschäftigte mit unterbrochenen Erwerbsbiografien, wie beispielsweise Leiharbeitnehmer, sind 45 Versicherungsjahre unerreichbar."

 

Die Auswirkungen der von der SPD nicht in Frage gestellten Rentenniveaukürzung und die verlängerte Lebensarbeitszeit sind dramatisch für Beschäftigte im Niedrigentgeltbereich: Ein Beschäftigter im Alter von heute 48 Jahren, der ein Stundenentgelt von 8,50 Euro erhält, wird eine Bruttorente von lediglich 565 Euro erhalten.

 

(Presseinformation Nr. 74 / 2012 des IG Metall-Bezirks Niedersachsen und Sachsen-Anhalt)

 

Mehr Informationen im Flyer unten unter Dateien als pdf zum Download.