1000 Wabco-Beschäftigte kämpfen für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze

Meine kritisiert engstirnige Haltung des Vorstandsvorsitzenden Jacques Esculier

  • 08.07.2009
  • News, Presseinfos

Hannover - Rund 1000 Beschäftigte haben am heutigen Mittwoch erneut gegen den Abbau von mehr als 300 Arbeitsplätzen beim Nutzfahrzeugzulieferer Wabco demonstriert. Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, bezeichnete den geplanten Stellenabbau in den Wabco-Werken Hannover und Gronau als unnötig, da es Alternativen gibt.

Scharf kritisierte Meine die engstirnige Haltung des Vorstandsvorsitzenden im Brüsseler Hauptquartier von Wabco, Jacques Esculier:

„Der derzeitigen Krise kann begegnet werden, wenn man die Möglichkeiten der Kurzarbeit ausschöpft. Es ist ein Skandal, dass Jacques Esculier vom Brüsseler Schreibtisch in der Wabco-Zentrale Entlassungen von über 300 Menschen veranlassen will, obwohl Kurzarbeit möglich wäre“, so Hartmut Meine.

 

IG Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine kritisierte zudem die Wabco-Geschäftsführung in Hannover. „In der Zeitung des niedersächsischen Arbeitgeberverbandes stellt sich Wabco als beschäftigtenorientiertes Unternehmen dar, bezeichnet die Kurzarbeit als Power-Programm für den Aufschwung und als sinnvolle Möglichkeit der Weiterbildung, gleichzeitig will der Geschäftsführer Jürgen Heller Massenentlassungen durchführen. Das kommt einer Verhöhnung der Beschäftigten gleich“, sagte Meine gegenüber den Demonstrierenden in Hannover.

 

Michael Zyla, Betriebsratsvorsitzender bei Wabco in Hannover, forderte die Geschäftsführung von Wabco auf, ihre harte Haltung vor dem anstehenden Gespräch am Donnerstag (09.07.) zu überdenken. „Es gibt Alternativen zu den geplanten Entlassungen, die müssen ausgeschöpft werden“, sagte Michael Zyla auf der heutigen Kundgebung vor dem Werkstor von Wabco in Hannover.

 

Reinhard Schwitzer, 1. Bevollmächtigter der IG Metall-Verwaltungsstelle Hannover, kündigte weitere Aktionen gegen den geplanten Stellenabbau an. „Nach Jahren des Unternehmenserfolgs werden wir nicht hinnehmen, dass Menschen einfach auf die Straße gesetzt werden.“

 

Presseinformation 32/2009

 

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