IG Metall besorgt um Standorte und Beschäftigung in der Stahlindustrie

Meine: „Geplante Verschärfung des Emissionshandels gefährdet inländische Stahlproduktion“

  • 08.02.2016
  • News, Presseinfos, Metall & Elektro

Hannover – In der niedersächsischen Stahlindustrie sind über 10.000 Menschen beschäftigt. Die IG Metall kämpft für diese Arbeitsplätze.
Stahl ist ein ökologischer Werkstoff, da er im hohen Maße recycelbar ist. Windkraftanlagen sind ohne Stahl undenkbar. Die IG Metall bekennt sich zum Umbau hin zu einer ökologischen Industriegesellschaft. Die drohende Verschärfung des Emissionshandels gefährdet aber die gesamte Stahlbranche. Bereits heute hat die Stahlindustrie mit Billigimporten aus dem Ausland massiv zu kämpfen.

Unterzeichnung Gemeinsame Erklärung Stahldialog (Foto: Uwe Stoffregen)

 „Die Stahlindustrie steht im internationalen Wettbewerb. Wenn die inländische Stahlproduktion durch Kosten für den Emissionshandel übermäßig belastet wird, droht nicht nur die Abwanderung von Arbeitsplätzen. Es schadet auch der Umwelt, da in kaum einem anderen Land sauberer Stahl produziert wird“, betont Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

 

Sollte der Vorschlag der EU-Kommission vom Juli 2015 Realität werden, drohen der Stahlindustrie in Deutschland jedes Jahr Belastungen in Höhe von 1 Milliarde Euro. Das wäre nicht aufzufangen und würde die für Investitionen zur Verfügung stehenden Mittel komplett aufzehren. Ebenfalls betroffen wären Investitionen der Stahlindustrie in weitere CO2-senkende Maßnahmen und Projekte. Um dies zu verhindern, müssen die 10 Prozent CO2-effizientesten Anlagen der Branche eine kostenfreie Zuteilung der Emissionsrechte erhalten. 

 

Darüber hinaus fordern IG Metall und Wirtschaftsvereinigung Stahl, die ökologisch effiziente Stromerzeugung aus Kuppelgasen weiterhin von der EEG-Umlage auszunehmen. Die energetische Verwertung von Kuppelgasen der Stahlproduktion spart Primärbrennstoffe und ist CO2-neutral. Es ist nicht einzusehen warum diese ökologische Energienutzung auch noch bestraft werden soll, so Meine.

 

Hinweis:

 

Die IG Metall hatte im Rahmen einer Aktionswoche (25. bis 29. Januar) vor einem massiven Arbeitsplatzabbau in der Stahlindustrie durch Überregulierung und Billigimporte gewarnt. Die Aktionen fanden in den größten Stahlbetrieben im gesamten Bundesgebiet statt.  

 

(Presseinformation Nr. 10/2016)

Gemeinsame Erklärung Stahldialog(pdf, 42 KB)

 

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