TARIFRUNDE METALL UND ELEKTRO 2008

IG Metall-Tarifkommission in Sachsen-Anhalt fordert 8 Prozent

  • 17.09.2008
  • News, Presseinfos, Metall & Elektro

Magdeburg - Die IG Metall in Sachsen-Anhalt geht mit der Forderung nach Einkommenssteigerungen von 8 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten in die Tarifrunde. Das beschlossen die rund 40 Mitglieder der Tarifkommission einstimmig am heutigen Mittwoch in Magdeburg.

"Es geht um mehr, um mehr Geld und um mehr Gerechtigkeit. Die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt erwarten einen gerechten Anteil am wirtschaftlichen Erfolg und eine gerechte Bezahlung", so Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

 

Die Erwartungshaltung der Beschäftigten ist angemessen und finanzierbar. Die Auftragslage ist weiterhin gut. Die Betriebe in Ostdeutschland haben sich am Markt behauptet, die Aufträge reichen weit ins Jahr 2009. Vor diesem Hintergrund forderte Hartmut Meine die Arbeitgeber auf, die wirtschaftliche Entwicklung nicht länger kleinzureden. "Insbesondere in Sachsen-Anhalt ist eine Entgeltsteigerung im Interesse der Unternehmen. Wer weiterhin Billiglöhne bezahlt, wird die dringend gesuchten Fachkräfte und Auszubildenden nicht finden. Mit einem mickrigen Inflationsausgleich, wie vom Gesamtmetall-Präsidenten Kannegiesser vorgeschlagen, ist der Abwanderung nicht zu begegnen. Nicht jammern, sondern zahlen lautet die Botschaft an die Arbeitgeber", so Hartmut Meine.

 

Am 23. September wird der Vorstand der IG Metall über die Forderung beschließen. Die erste Tarifverhandlung für die sachsen-anhaltinische Metall- und Elektroindustrie findet am 10. Oktober in Magdeburg statt. Unter die Tarifverträge in der Metallindustrie fallen in Sachsen-Anhalt rund 10.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Tarifverträge laufen zum 31. Oktober aus, danach sind Warnstreiks möglich.

 

(Presseinformation 56/2008)

 

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