Haustarifvertrag Imperial Automotive Logistics GmbH

IG Metall schließt Haustarifvertrag für die Beschäftigten der Imperial Automotive Logistics GmbH in Osnabrück ab

  • 15.03.2017
  • News, Presseinfos, Tarif

Hannover/Osnabrück – Der IG Metall ist es in der zweiten Verhandlungsrunde gelungen, einen Haustarifvertrag für die 160 Stammbeschäftigten der Imperial Automotive Logistics GmbH am Standort Osnabrück abzuschließen. Bereits ab dem 1. April können sich die Beschäftigten über mehr Entgelt und eine verkürzte Wochenarbeitszeit freuen.

Thilo Reusch, IG Metall-Verhandlungsführer

Ab dem 1. April gilt die 37,5 Stunden Woche und es gibt eine erste Erhöhung der Entgelte.

Zum 1. August gelten dann die Tarifverträge der AutoVision GmbH für die Beschäftigten. Dies bedeutet eine weitere Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden, 25 Prozent Nachtschichtzuschlag statt heute 15 %, 30 Tage Urlaub statt heute 27 Tage und eine weitere deutliche Erhöhung der Entgelte.

 

Außerdem konnte die IG Metall noch einen zusätzlichen Mitgliederbonus aushandeln. Mitglieder der IG Metall erhalten im April eine Einmalzahlung von 300,00 € brutto. Diese Einmalzahlung erhalten auch IG Metaller, die als Zeitarbeitnehmer bei Imperial tätig sind.

 

Thilo Reusch, IG Metall-Verhandlungsführer, sagt: „Uns ist hier erneut ein tolles Ergebnis in der Logistikbranche gelungen, darüber können sich alle Beteiligten freuen. Für einen Staplerfahrer bedeutet die Anhebung des Entgelts von 11,02 Euro auf 14,21 Euro ab August einen um rund 30 % erhöhten Stundenlohn. Außerdem haben wir unsere Mitglieder mit einem zusätzlichen Bonus belohnen können, was sicher für große Freude sorgen wird. Wir werden weiter bei Betrieb für Betrieb die IG Metall-Bedingungen durchsetzen. Mit den Billig-Löhnen muss Schluss sein.“

 

Stephan Soldanski, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Osnabrück: „Jetzt haben sich die ausdauernden Metallerinnen und Metaller bei Imperial Automotive Logistics das erstritten, was sie schon seit Monaten redlich verdient haben. Nur durch die Geschlossenheit konnten wir bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen. Unser Leitmotiv besser statt billiger zählt!“ 

 

Hinweis:

Volkswagen hat die Speditions- und Logistikbereiche in der Vergangenheit immer mehr ausgelagert. Dabei geht es um weitaus mehr, als um das einfache Verladen, Lagern oder Transportieren von Gütern. Die Dienstleister beschränken sich nicht darauf, Teile und Komponenten an die Werkshallen zu fahren. Die Angebotspalette der Logistiker umfasst klassische Aufgaben eines Produktionsbetriebs, wie Materiallager, Produktionsbelieferung und Konfektionierung bis hin zur Vormontage kompletter Komponenten. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Qualifikation, das Know-how, die Flexibilität und die Belastbarkeit der Beschäftigten aus der Kontraktlogistik.

 

(Presseinformation Nr. 13/2017)