Tarifrunde Textil- und Bekleidungsindustrie

IG Metall Nordrhein Westfalen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt rufen die Beschäftigten der Textil- und Bekleidungsindustrie Warnstreiks auf

  • 28.01.2017
  • News, Tarif, Textil, Presseinfos

Osnabrück – Im Rahmen einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung der IG Metall Nordrhein Westfalen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt in Osnabrück haben gut 300 Beschäftigte unter dem Motto „WIR für MEHR“ ihre Bereitschaft zum Warnstreik bekräftigt. Ab 1. Februar werden an einzelnen Standorten der Textil- und Bekleidungsindustrie Warnstreikaktionen stattfinden.

Auftaktveranstaltung Tarifrunde Textil- und Bekleidungsindustrie in Osnabrück (Foto: Nils Brederlow)

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie hat nicht zu einer Tarifeinigung zwischen der IG Metall und dem Arbeitgeberverband geführt. Die Forderungen der IG Metall sehen eine Entgelterhöhung um 4,5 Prozent vor sowie eine Weiterführung des Tarifvertrags zur Altersteilzeit zu besseren Konditionen.

 

Thorsten Gröger, IG Metall Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, sagt: „Das Angebot der Arbeitgeber sah lediglich eine Erhöhung der Löhne und Gehälter von 1,4 Prozent zum 1. Juni 2017 und weitere 1,5 Prozent zum 1. Juni 2018 vor. Mit den vier Leermonaten wird nicht einmal die Inflation ausgeglichen. Das ist eindeutig zu wenig, es entspricht auch nicht in angemessener Weise der wirtschaftlichen Situation der Textilindustrie. Hier ist für die Beschäftigten deutlich mehr drin. Das gilt auch für die Beschäftigten der Bekleidungsindustrie. Ein ordentliches Plus beim Entgelt sorgt für mehr Konsumnachfrage.“

 

Knut Giesler, IG Metall Bezirksleiter für Nordrhein Westfalen, sagt: „Die Arbeitgeber beklagen den Fachkräftemangel in der Branche. Das Paradoxe daran ist, dass sie ihn selbst verursacht haben und aus den Fehlern der Vergangenheit nichts lernen. Sie lehnen auch in dieser Tarifrunde wieder eine vernünftige Altersteilzeitregelung ab. Jungen Nachwuchskräften bleibt dadurch der Zugang in die Betriebe verwehrt. Zudem bieten die Arbeitgeber eine Entgelterhöhung von insgesamt 2,9 Prozent für 28 Monate an. Auch das ist weit davon entfernt, die Attraktivität der Branche im Wettbewerb um die Fachkräfte zu erhöhen. Mittel- und langfristig wird diese Verweigerung den Fachkräftemangel erhöhen. Kurzfristig sorgt das für eine harte Tarifauseinandersetzung mit Arbeitsniederlegungen. Denn die IG Metall will, dass die Branche zukunftsfähig ist.“ 

 

(Presseinformation Nr. 4/2017)

 

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