IG Metall: Niedersachsen ist nicht die Strahlungs-Deponie der Republik

  • 08.11.2008
  • News, Presseinfos

Gorleben – IG Metall und Anti-Atomkraftgegner setzen ein gemeinsames Zeichen gegen die Nutzung von Kernenergie. Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, forderte Politik und Atomlobbyisten auf, den Ausstieg aus der Kernenergie nicht länger in Frage zu stellen. "Die skandalösen Vorfälle im Salzbergwerk Asse lassen nur einen Schluss zu: Eine sichere Lagerung von Atommüll ist nicht möglich, daher ist der Ausstieg aus der Atomenergie unabdingbar. Wir wollen keinen Atommüll in Gorleben, in der Asse oder im Schacht Konrad. Niedersachsen ist nicht die 'Strahlungs-Deponie' der Republik", sagte Hartmut Meine am heutigen Samstag in Gorleben.

Die Atomkraft ist eine veraltete Technologie und Uran ist eine endliche Energiequelle. Durch die intensivere Nutzung von Windkraft, Biomasse und Sonnenenergie können Milliarden eingespart, die Umwelt geschützt und zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. "Skandalös ist allerdings", so Hartmut Meine, "dass in der Windkraft- und Solarenergiebranche Arbeitgeber demokratische Mitbestimmungsstrukturen mit rüden Methoden systematisch verhindern. Ingenieurinnen und Ingenieure, die Windkraftanlagen und Solaranlagen entwickeln, und Metallarbeiterinnen und Metallarbeiter, die sie herstellen", so der IG Metall-Bezirksleiter weiter, "haben ein Recht auf gute Bezahlung, sichere Tarifverträge und Mitbestimmung."

Der größte Hersteller von Windkraftanlagen - die Firma Enercon in Aurich und Magdeburg - verhindert die Bildung von Betriebsräten im Unternehmen. Der reichste Mann Niedersachsens und Besitzer der Firma Enercon, Aloys Wobben, erhält staatliche Förderung, hält sich jedoch nicht an demokratische Grundprinzipien. "Die IG Metall fordert saubere Energie zu sauberen Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten der Windkraft- und Solarbranche", sagte Hartmut Meine in Gorleben.

 

(Presseinformation 80/2008)

 

Unten unter "Dateien" finden Sie die komplette Rede von Hartmut Meine.