Tarifabschluss mit Leiharbeitsverbänden

IG Metall in Sachsen-Anhalt begrüßt deutlichen Schritt zu fairer Bezahlung von Leiharbeitsbeschäftigten

  • 22.05.2012
  • News, Presseinfos, Metall & Elektro

Magdeburg – Die IG Metall-Tarifkommission in Sachsen-Anhalt begrüßt die mit Leiharbeitsverbänden erzielten Branchenzuschläge für Leiharbeitsbeschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie. „Das ist ein deutlicher Schritt in Richtung fairer Bezahlung von Leiharbeitsbeschäftigten in der gesamten Branche. Lohndumping und Niedriglöhnen ist endlich der Riegel vorgeschoben,“ sagte Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, am heutigen Dienstag in Magdeburg. „Vom Tarifabschluss profitieren alle Leiharbeitsbeschäftigten, auch Leiharbeitsbeschäftigte, die in nichttarifgebundenen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt arbeiten,“ betonte Meine.

Der Bundesverband der Personaldienstleister (BAP) und der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) haben in der vierten Runde der Tarifverhandlungen über Branchenzuschläge für die Leiharbeitsbeschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie eine Einigung erzielt. Danach erhalten Leiharbeitnehmer auf ihr Grundentgelt einen stufenweisen Zuschlag von bis zu 50 Prozent, der die Entgeltdifferenz zu Stammbeschäftigten teilweise ausgleicht. Nach sechs Wochen Einsatzdauer beträgt dieser Branchenzuschlag 15, nach dem dritten Monat 20, nach dem fünften Monat 30, nach sieben Monaten 45 und nach weiteren zwei Monaten 50 Prozent. Für einen Leiharbeitnehmer in der untersten Entgeltgruppe beispielsweise beträgt der Branchenzuschlag je nach Einsatzdauer zwischen 186,33 Euro und 621,09 Euro pro Monat.

Der Tarifvertrag wird am 1. November 2012 in Kraft treten und hat eine Laufzeit bis Ende 2017.

 

(Presseiformation Nr. 52 / 2012)