Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie

IG Metall fordert 6 Prozent mehr Geld und eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen

  • 26.10.2017
  • News, Tarif, Holz & Kunststoff


Hannover – Die IG Metall fordert für die rund 22.000 Beschäftigten der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt 6 Prozent mehr Geld für 12 Monate. Zusätzlich sollen die Ausbildungsvergütungen überproportional angehoben werden. Das haben die IG Metall-Tarifkommissionsmitglieder am heutigen Mittwoch in Hannover einstimmig beschlossen.

„Die gute wirtschaftliche Situation der Betriebe rechtfertigt eine Entgelterhöhung um 6 Prozent. Insbesondere dem baunahen Bereich, wie beispielsweise den Fensterbauern, geht es hervorragend. „Die Auftragsbücher sind gut gefüllt“, so IG Metall Verhandlungsführer Wilfried Hartmann. Zudem sei eine Entgelterhöhung auch im Interesse der Arbeitgeber: „Es wird für die Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie immer schwieriger, Fachkräfte zu finden oder sie im Betrieb zu halten. Zudem droht im Rahmen des demografischen Wandels eine Überalterung der Belegschaften. Arbeitgeber, die nicht bereit sind, angemessene Entgelte zu zahlen und ihre Beschäftigten am Erfolg zu beteiligen, werden den Wettbewerb um junge Fachkräfte verlieren.“

 

Die erste Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie in Niedersachsen soll Ende November in Hannover stattfinden.