IG Metall bietet dem Allgemeinen Arbeitgeber-Verband Sachsen-Anhalt Nachhilfe in Sachen Tariflöhne und Bezahlung an

  • 12.09.2017
  • News, Presseinfos

Magdeburg – Mit großem Unverständnis reagiert die IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt auf die Äußerungen des Vorsitzenden des Allgemeinen Arbeitgeber-Verbandes der Wirtschaft für Sachsen-Anhalt (AVW), Klaus-Dieter Weber, in einem Interview, das in der heutigen Ausgabe der Magdeburger Volksstimme erschienen ist.

Thorsten Gröger, IG Metall-Bezirksleiter. Foto: Heiko Stumpe.

Der Verbandschef hat dort unter anderem behauptet, der Mindestlohn sei schädlich, weil die Unternehmen dadurch weniger Gewinn einfahren und es fehle ein seriöser Nachweis, dass tarifgebundene Unternehmen vergleichsweise bessere Löhne zahlen.

 

Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, zeigt sich verwundert über diese Unkenntnis und bietet Nachhilfe an: "Wir helfen Herrn Weber hier gerne auf die Sprünge: für die Beschäftigten macht es einen erheblichen Unterschied, ob ihr Betrieb tarifgebunden ist oder nicht. Sie merken es zum Beispiel im Portemonnaie, der Unterschied zum in Sachsen-Anhalt weit verbreiteten Niedriglohn beträgt mehrere hundert Euro! Wir können Herrn Weber selbstverständlich gerne mit entsprechendem Zahlenmaterial versorgen. Fakt ist: wer den Beschäftigten ein Entgelt zahlt, dass sich im Bereich des Mindestlohns bewegt, der braucht sich über fehlende Fachkräfte nicht zu wundern."

 

(Presseinformation Nr. 39/2017)