Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie

Hartmut Meine: Arbeitgeber sind entscheidungsunfähig

  • 23.10.2008
  • News, Presseinfos, Metall & Elektro

Hannover – Die Arbeitgeber haben der IG Metall in der zweiten Tarifverhandlung erneut kein Angebot unterbreitet. "Von hoch bezahlten Arbeitgebervertretern darf man erwarten, dass sie eine Entscheidung treffen und ein Angebot auf den Tisch legen. Die Hinhaltetaktik von GesamtMetall und NiedersachsenMetall ist unverantwortlich und provoziert Warnstreiks", kritisierte Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, die Haltung der Arbeitgeber am heutigen Donnerstag.

Hartmut Meine, IG Metall Bezirksleiter

"Warnstreiks können nur noch verhindert werden", so Hartmut Meine weiter, "wenn die Arbeitgeber in der dritten Tarifrunde am Freitag, den 31. Oktober ein angemessenes Angebot auf den Tisch legen. Wir werden von unserer Forderung nach 8 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten nicht abweichen. Je eher die Arbeitgeber darauf reagieren, desto schneller haben die Betriebe die notwendige Planungssicherheit."

 

Die IG Metall begründet die geforderte Entgelterhöhung von 8 Prozent mit der guten Auslastung der niedersächsischen Unternehmen und der Stärkung der Binnennachfrage. "Zudem wird sich der sinkende Dollarkurs", so Hartmut Meine, "positiv auf die Exportquote der Metall- und Elektroindustrie auswirken. Wer die wirtschaftliche Entwicklung dennoch kaputt redet, handelt grob fahrlässig und bringt die 75.000 Beschäftigten in der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie gegen sich auf", so Hartmut Meine am heutigen Donnerstag in Hannover.

Die 3. Tarifverhandlung findet am 31. Oktober in Hannover statt. Ab dem 1. November sind Warnstreiks möglich.