Continental

Gewerkschaften kämpfen gemeinsam für den Erhalt der Arbeitsplätze

  • 22.03.2009
  • News, Presseinfos

Hannover - Die IG Metall unterstützt IG BCE und Betriebsrat im Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze bei Continental. Am Donnerstag (26.03.) werden Metallerinnen und Metaller von Schaeffler und Continental gemeinsam mit den Beschäftigten des Conti-Reifenwerkes für den Erhalt der Arbeitsplätze demonstrieren.

Zudem wird an der Demonstration vor der Conti-Hauptverwaltung in Hannover eine Delegation von Volkswagen-Beschäftigten teilnehmen. Für die IG Metall spricht Hartmut Meine, Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und Aufsichtsratsmitglied der Continental AG.

 

Das Management von Continental hat aus der Krise nichts gelernt: Rendite und Kapitalmarktinteressen scheinen immer noch die alleinige Leitlinie des Handelns zu sein. Anders ist es nicht zu verstehen, warum Continental eines der ersten Unternehmen ist, das Massenentlassungen ankündigt und die Möglichkeiten der Kurzarbeit rigoros ablehnt. "Das Management von Continental stellt sich gegen den gesellschaftlichen Konsens, in der Krise keine Entlassungen vorzunehmen. Dagegen werden sich die Arbeitnehmervertreter massiv zur Wehr setzen. Wir fordern den Vorstand auf, die Entscheidung zurückzunehmen", so Hartmut Meine.

 

Die Politik ist aufgefordert, die Mitbestimmung in den Unternehmen und den Aufsichtsräten zu erweitern und eine Änderung des Aktienrechts vorzunehmen. Vorstand und Aufsichtsräte sind nicht nur dem Wohl des Unternehmens zu verpflichten, sondern gleichrangig dem Wohl der Beschäftigten. "Das Beispiel des geplanten Arbeitsplatzabbaus bei Continental zeigt, dass bei Fragen der Standort- und Beschäftigungssicherung, die Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmervertreter dringend einer Erweiterung bedürfen. Dabei kann das VW-Gesetz als positives Beispiel dienen", so Hartmut Meine.

 

(Presseinformation 20/2009)