Solarindustrie

Dreitägige IG Metall-Betriebsrätekonferenz für die Solarindustrie endet mit Werksbesichtigung bei Q-Cells-Tochter Solibro

  • 21.10.2011
  • News, Presseinfos

Halle / Thalheim – Mit einer Werksbesichtigung bei der Q-Cells-Tochter Solibro beendeten die IG Metall-Betriebsräte der Solarindustrie ihre dreitägige Branchenkonferenz am heutigen Freitag in Thalheim. Der IG Metall-Betriebsrat bei Solibro hatte die rund 30 Konferenzteilnehmer eingeladen, um über die Produktions- und Arbeitsbedingungen bei Solibro zu informieren.

Brachentreffen Solar in Thalheim (SOLIBRO)

Im Zentrum der dreitägigen Konferenz standen die prekären Arbeitsbedingungen in der Solarbranche sowie die Niedriglohnstrategie der Arbeitgeber. Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, bezeichnete es als Skandal, dass die mit Steuermitteln geförderte Branche mehr als zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer immer noch auf Niedriglöhne und Leiharbeit setze. „Ich erwarte von einer staatlich geförderten Zukunftsbranche eine innovative und nachhaltige Produktplanung sowie eine beschäftigungsorientierte Personalplanung. Die Branche muss endlich Tarifentgelte zahlen,“ sagte Meine.

 

Im Rahmen der Branchenkonferenz verabschiedeten die Betriebsräte eine ‚Solar-Resolution’. Darin werden die Arbeitgeber aufgefordert, mit der IG Metall endlich Verhandlungen über einen Tarifvertrag aufzunehmen. Von der Politik wird eine nachhaltige Industriepolitik erwartet, die bei der Vergabe von Fördermitteln stärker auf die Tarifbindung und Arbeitsbedingungen in der Branche achtet.

 

Hinweis an die Redaktionen:

Rund 50 Prozent der Solibro-Beschäftigten sind Mitglied der IG Metall. Damit gehört der Betrieb zu den bestorganisierten der Solarbranche in Deutschland.

 

(Presseinformation Nr. 52 / 2011)