MAN Salzgitter

Arbeitsgericht bestätigt Rechtsauffassung von IG Metall und Betriebsrat

  • 03.12.2010
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Salzgitter / Braunschweig – Das Arbeitsgericht hat die Rechtsauffassung von IG Metall und MAN-Betriebsrat in Salzgitter nach Auffassung der Arbeitnehmervertreter bestätigt. Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung hat damit zum Erfolg geführt. Nach Auffassung von IG Metall und Betriebsrat ist jetzt klar, dass der Standort- und Sicherungsvertrag verbindlich regelt, dass die im Tarifvertrag zugesagten 220 Arbeitsplätze des Logistikzentrums bis Ende September 2012 abgesichert werden. Der Geschäftsleitung der MAN Nutzfahrzeuge AG wird damit bei Androhung eines Ordnungsgeldes untersagt, die MAN Ersatzteillogistik in eine GmbH auszugliedern.

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„Das Arbeitsgericht hat eine klare Entscheidung zu Gunsten der Beschäftigten bei MAN in Salzgitter getroffen. MAN ist klar in die Schranken gewiesen worden. Das Urteil beweist: Tarifverträge schützen die Beschäftigten vor willkürlichen Entscheidungen. Tarifverträge sind bindend und können nicht einseitig nach Gutdünken von den Arbeitgebern interpretiert werden,“ sagte Horst Ludewig, IG Metall-Bevollmächtigter der Verwaltungsstelle Salzgitter-Peine. Die Arbeitgeberseite sei gut beraten, so Ludewig, Gespräche zur Lösung des Konfliktes mit der IG Metall aufzunehmen. Auch Hilmar Pawel, Betriebsratsvorsitzender bei MAN in Salzgitter, forderte die Arbeitgeberseite auf, „sich einer umfänglichen Lösung des Konfliktes nicht weiter zu verweigern.“

 

(Presseinformation Nr. 59 / 2010)