Tarifrunde Holz und Kunststoff in Sachsen-Anhalt

Arbeitgeber verlangen Ost-Abschlag/Tarifverhandlungen in der Holz- und Kunststoff verarbeitenden Industrie Sachsen-Anhalt vertagt

  • 04.08.2009
  • News, Holz & Kunststoff, Presseinfos

Barleben - Die 4 500 Beschäftigten in der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie in Sachsen-Anhalt sollen eine geringere Entgelterhöhung bekommen als ihre westdeutschen Kolleginnen und Kollegen. Das ist das Fazit der zweiten Tarifverhandlung am 4. August in Barleben bei Magdeburg. Nach vier Stunden vertagten sich die Tarifparteien auf den 21. August 2009.

Hintergrund: Während in den westdeutschen Bundesländern in den letzten Wochen eine Tariferhöhung von 3,2 Prozent in zwei Stufen sowie Einmalzahlungen von insgesamt 400 Euro durchgesetzt werden konnten, verweigern sich die Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt, die entsprechenden Geldbeträge auf die ostdeutschen Beschäftigten zu übertragen.

„Die Arbeitgeber sind nicht bereit, die gleiche Erhöhung in Euro und Cent zu zahlen wie in den westdeutschen Bundesländern“, kritisierte Wilfried Hartmann, der Verhandlungsführer der IG Metall. Dabei sei die in Sachsen-Anhalt von den Beschäftigten erwirtschaftete Produktivität gleich und teilweise sogar besser als in westdeutschen Bundesländern der Branche, so Hartmann: „Diesen Ost-Abschlag machen wir nicht mit. Das Brot ist in Sachsen-Anhalt genauso teuer wie in Niedersachsen.“

 

Presseinformation 35/2009

 

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