Zukunft für Alstom Salzgitter

Alstom blockiert weiterhin unterschriftsreifes Lösungspaket

  • 06.07.2011
  • News, Presseinfos, Betrieb

Salzgitter – Die IG Metall hatte in den nächtlichen Verhandlungen mit der Geschäftsführung von Alstom erneut deutlich gemacht, dass die Alstom-Beschäftigten befristete Abstriche bei den tariflichen Leistungen und Optimierungsmaßnahmen im Umfang von mehreren Millionen Euro akzeptieren. Im Gegenzug müssten aber betriebsbedingte Kündigungen bis 2017 ausgeschlossen und der Stahlrohbau nachhaltig abgesichert werden. Das unterschriftsreife Lösungspaket für den Standort Salzgitter wurde von der Arbeitgeberseite aus unverständlichen Gründen letztlich aber erneut nicht akzeptiert.

„Der monatelange Zick-Zack-Kurs der Arbeitgeberseite ist für die Beschäftigten unerträglich und gefährdet die Abarbeitung der Aufträge im Alstom-Werk Salzgitter. Das Verhalten der Arbeitgeber wirkt sich bereits ruf- und geschäftsschädigend aus,“ sagte Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. „Ich fordere die Geschäftsführung eindringlich auf,“ so Meine weiter, „an den Verhandlungstisch zurück zu kehren, das Lösungspaket zu unterschreiben damit endlich die eigentlichen Probleme im Werk angegangen werden können.

 

Horst Ludewig, Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter, zeigte sich enttäuscht über das Verhalten der Alstom-Geschäftsführung und kündigte auf der heutigen Betriebsversammlung an: Dass die Alstom-Beschäftigten ihre Arbeit erst dann wieder aufnehmen, wenn die Geschäftsführung den ernsthaften Willen hat, einen Standortvertrag abzuschließen. Bernd Eberle, Betriebsratsvorsitzender im Altstom-Werk Salzgitter, kritisierte, dass die Geschäftsführung nicht bereit war, auf der öffentlichen Betriebsversammlung ein eindeutiges Zeichen des guten Willens zu zeigen.

 

Die heutige Betriebsversammlung wurde um 11.30 Uhr unterbrochen und wird am morgigen Donnerstag ab 7.00 Uhr fortgesetzt.

 

(Presseinformation Nr. 41 / 2011)