Tarifrunde Textil

500 Beschäftigte der Textil- und Bekleidungsindustrie haben am heutigen Samstag in Hameln für mehr Geld demonstriert

  • 28.02.2009
  • News, Textil

Hameln - Unter dem Motto "Stoff geben für 5,5 Prozent" zogen die Beschäftigten durch die Hamelner Innenstadt. IG Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine forderte die Arbeitgeber auf, endlich ein verhandelbares Angebot auf den Tisch zu legen. "Das mickrige Angebot, dass die Arbeitgeber in der dritten Tarifrunde vorgelegt haben, ist eine Unverschämtheit", so Hartmut Meine.

Offenbar wollten die Arbeitgeber die die derzeitige Krise nutzen, um die Entgelte zu drücken. "Wenn Manager von großen Konzernen, Manager von Top-Banken, Manager von Hedge-Fonds und anderen Finanzhaie sich verzockt haben, dann müssen sie auch die Zeche zahlen und nicht die kleinen Leute, nicht die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Wir sagen diesen Typen, wir zahlen eure Krise nicht. Die Krise ist kein Anlass für Lohnverzicht", so Meine weiter.


Der niedersächsische IG Metall-Bezirksleiter verwies auf den Grundgedanken des Konjunkturpaketes der Bundesregierung. Es geht darum den Konsum anzukurbeln. Die Leute brauchen mehr Geld in der Tasche. Sie brauchen Anreize, um sich Güter und Dienstleistungen kaufen zu können. Das ist der Grundgedanke beispielsweise der Umweltprämie für alte Autos. Wenn dieser Grundgedanke im Konjunkturpaket der Bundesregierung richtig ist, dann ist das Angebot der Textilarbeitgeber das genaue Gegenteil. Es führt dazu, dass die Löhne eingefroren werden und die Reallöhne gesenkt werden. Die Textilarbeitgeber stellen sich gegen die Arbeitnehmer. Sie stellen sich aber auch gegen den Grundgedanken des Konjunkturpaketes.

 

Bildergalerie vom Aktionstag in Hameln

 

Unten unter "Dateien" zum Download: Die Rede von IG Metall-Vorstandsmitglied Helga Schwitzer auf dem Aktionstag in Hameln.