35-Stunden-Woche in der ostdeutschen Stahlindustrie wird eingeführt. Meine: "Positives Signal für andere Branchen"

  • 30.09.2009
  • News, Presseinfos, Tarif

Magdeburg - Von der Einführung der 35-Stunden-Woche in der ostdeutschen Stahlindustrie profitieren in Sachsen-Anhalt rund 700 Beschäftigte der Ilsenburger Grobblech GmbH. Damit gilt ab dem 1. Oktober für die Beschäftigten der Ilsenburger Grobblech GmbH die gleiche tarifliche Arbeitszeit wie für die Beschäftigten in der westdeutschen Stahlindustrie.

"Die Zeit der Ungleichbehandlung gehört damit in der Stahlbranche der Vergangenheit an. 20 Jahre nach dem Fall der Mauer ist das ein positives Signal, an dem sich auch andere Branchen ein Beispiel nehmen können", so Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
 
Die IG Metall tritt seit 20 Jahren für bessere Arbeits- und Leistungsbedingungen für die Beschäftigten in Sachsen-Anhalt ein. Vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels zeichnet sich auch in anderen Branchen, wie beispielsweise in der Metall- und Elektroindustrie, ein Umdenken ab. "Viele Betriebe finden aufgrund des niedrigeren Entgeltniveaus und längerer tariflicher Arbeitszeiten selbst in der Krise keine geeigneten Fachkräfte. Die Menschen wandern immer noch in die westlichen Bundesländer ab, weil dort die Bedingungen einfach besser sind. Dem kann nur begegnet werden, wenn die Ungleichheit zwischen Ost und West endlich aufgehoben wird", sagte Hartmut Meine am heutigen Mittwoch.

 

(Presseinformation 57/2009)