Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt

24. April: Warnstreik-Auftakt in Sachsen-Anhalt bei Linde und KSB

  • 23.04.2012
  • News, Presseinfos, Tarif, Metall & Elektro

Halle/Ballenstedt – Im Vorfeld der dritten Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt, werden die Beschäftigten von KSB in Halle und Linde in Ballenstedt vor den Werkstoren für ihre berechtigten Forderungen protestieren.

Das unzureichende Angebot der Arbeitgeber in anderen Tarifgebieten empört auch in Sachsen-Anhalt die Beschäftigten und provoziert Warnstreiks. Damit gehen die Beschäftigten in Sachsen-Anhalt, neben ihren Kolleginnen und Kollegen in Thüringen, bundesweit als erste auf die Straße, um mit Warnstreiks ihrer Forderung nach 6,5 Prozent mehr Geld, der unbefristeten Übernahme nach der Ausbildung, fairen Leiharbeitsregelungen und einer Einstiegsqualifizierung für benachteiligte Jugendliche Nachdruck zu verleihen.

  • Der Warnstreik bei Linde beginnt am Dienstag, 24.04., 6.00 Uhr, vor dem Werkstor, Holsteiner Straße 5 in 06493 Ballenstedt.
    Ansprechpartner: IG Metall-Bevollmächtigter Rüdiger Schnell. Mobil: 0170/3333477.
  • Der Warnstreik bei KSB beginnt am Dienstag, 24.04., 10.00 Uhr, vor dem Haupteingang in der Turmstraße 92 in 06110 Halle. Ansprechpartnerin: IG Metall-Bevollmächtigte Almut Kapper-Leibe. Mobil: 0170/3333485.

Die 3. Verhandlung mit dem Arbeitgeberverband Sachsen-Anhalt findet am 25. April, 11.00 Uhr, An der Backhausbreite 1, in 39179 Barleben statt. Unmittelbar vor Beginn der Verhandlung werden sich Beschäftigte aus einer Vielzahl von sachsen-anhaltinischen Betrieben mit weiteren Warnstreiks vor dem Verhandlungslokal beteiligen.

 

Hintergrund

Da das Schieds- und Schlichtungsabkommen in den neuen Bundesländern nicht abgeschlossen wurde, gilt seit Ende des Tarifvertrages Anfang April keine Friedenspflicht in Sachsen-Anhalt. Daher können die Beschäftigten in Sachsen-Anhalt – anders als die Beschäftigten in West- und Süddeutschland – bereits an Warnstreiks teilnehmen.

 

(Presseinformation Nr. 35 / 2012)