Kfz-Tarifrunde in Niedersachsen:

1.200 Beschäftigte aus 36 Betrieben beteiligen sich an Warnstreiks

  • 13.04.2008
  • News, Presseinfos, Kfz-Handwerk

Hannover. - 13.04.2008 Die IG Metall zieht erste Warnstreikbilanz: Rund 1.200 Beschäftigte aus 36 niedersächsischen Autohäusern und -werkstätten haben sich seit Ende der Friedenspflicht an Warnstreiks beteiligt. "Die Lohndrückerei der Arbeitgeber, ihr Versuch, einen tariflosen Zustand im Kfz-Handwerk durchzusetzen, treibt die Beschäftigten auf die Straße", so Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Warnstreikaktion in Hannover

Die nächsten Verhandlungsrunden mit dem niedersächsischen Unternehmensverband des Kfz-Handwerks und der Innungen Niedersachsen-Mitte sowie Osnabrück, bezeichnete Hartmut Meine als letzte Möglichkeit, zu einem Tarifkompromiss zu gelangen. "Wenn sich die Arbeitgeber nicht bewegen und ein verhandelbares Angebot unterbreiten, müssen sie mit weiteren Aktionen rechnen."

Die IG Metall-Bezirksleitung Niedersachsen und Sachsen-Anhalt verhandelt für rund 32.000 Beschäftigte in ca. 3.500 Autohäusern und -werkstätten (Kfz-Handwerk). Die nächste Tarifverhandlung findet mit dem Unternehmensverband am 18. April und mit der Innung Niedersachsen-Mitte am 21. April in Hannover statt.
Die IG Metall in Niedersachsen fordert 5,5 Prozent höhere Entgelte und Ausbildungsvergütungen. Entsprechend der Regelungen in der Metall- und Elektroindustrie wird ein Altersteilzeittarifvertrag angestrebt. Die von den Arbeitgebern gekündigten Tarifverträge sind mit den entsprechenden Forderungen der IG Metall fortzuführen bzw. wieder in Kraft zu setzen.

(Presseinformation 24/2008)