Erste Tarifverhandlung für das Kfz-Handwerk Niedersachsen

IG Metall weist völlig unzureichendes Angebot der Arbeitgeber zurück

  • 20.04.2015
  • Kfz-Handwerk, News

Hannover - Die Arbeitgeber des Kfz-Handwerks in Niedersachsen haben in der ersten Tarifverhandlung ein völlig unzureichende Angebot vorgelegt. Die IG Metall hat dies vor dem Hintergrund der stabilen wirtschaftlichen Situation der Kfz-Branche strikt zurückgewiesen. "Das ist kein Angebot, das ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, sollten die Arbeitgeber endlich zur Erkenntnis nehmen, dass es qualifizierte Beschäftigte nur zu anständigen Arbeits- und Leistungsbedingungen gibt," so Verhandlungsführer Wilfried Hartmann am heutigen Montag in Hannover.

Die IG Metall fordert für rund 40.000 Beschäftigte des Kfz-Handwerks 5,5 Prozent mehr Geld für 12 Monate. Zudem will die IG Metall einen Qualifizierungstarifvertrag in Niedersachsen durchsetzen, um dem massiven Fachkräftemangel in der Branche entgegen zu wirken.

 

Die IG Metall in Niedersachsen verhandelt mit zwei Arbeitgeberverbänden: Einerseits mit dem Unternehmensverband des Kraftfahrzeuggewerbes und andererseits mit der Innung des Kfz-Handwerks Niedersachsen-Mitte und Osnabrück. Der Unternehmensverband verhandelt für rund 2.700 Betriebe, die Innung des Kfz-Gewerbes für rund 800 Betriebe. Die erste Tarifverhandlung für die 40.000 Beschäftigten der Kfz-Branche in Niedersachsen findet am 20. April mit beiden Verbänden in Hannover statt.

 

Die zweite Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Kfz-Branche in Niedersachsen findet am 11. Mai mit der Innung des Kfz-Handwerks Niedersachsen-Mitte und Osnabrück statt. Am 18. Mai verhandelt die IG Metall mit dem Unternehmensverband des Kraftfahrzeuggewerbes in Hannover.

 

Für die rund 16.000 Beschäftigten in 1.400 Betrieben in Sachsen-Anhalt beginnen die Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft Mitteldeutschland für das Kfz-Gewerbe am 5. Mai in Berlin.

 

Weitere Informationen siehe Flugblätter: