TARIFERGEBNIS FÜR DAS HANDWERK ERZIELT
3,4 Prozent mehr Geld, bundesweit erstmalig Flächentarifvertrag für Studierende
Hannover - 36.000 Beschäftigte in 1.800 Betrieben des Metall verarbeitenden Handwerks in Niedersachsen erhalten ab Oktober diesen Jahres 3,4 Prozent mehr Geld. Darüber hinaus konnte die IG Metall bundesweit erstmalig einen Flächentarifvertrag für Studierende im Praxisverbund durchsetzen. Davon profitieren junge Menschen, die eine Ausbildung und ein Studium miteinander kombinieren.
IG METALL AUF DER IDEENEXPO 2011
Hartmut Meine: "Technikbegeisterte Jugendliche erwarten gute Ausbildungs- und Studienbedingungen"
Hannover – Die IdeenExpo zeige, dass die Unternehmen erkannt hätten, dass sie im Wettbewerb um junge Menschen endlich etwas tun müssten, so Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, im Vorfeld der IdeenExpo. "Junge Menschen für Technik zu begeistern ist gut, entscheidend für die Jugendlichen ist aber auch, dass die Betriebe gute Ausbildungs- und Studienbedingungen bieten."
STUDIUM
IG Metall begrüßt Urteil des Bundesfinanzhofes und fordert die Abschaffung der Studiengebühren in Niedersachsen
Hannover – Die IG Metall begrüßt das Grundsatzurteil des Bundesfinanzhofes, nachdem zukünftig Kosten des Erststudiums steuerlich geltend gemacht werden können. Das ist nach Auffassung der IG Metall konsequent, denn der Staat hat Auszubildende und Studierende vor allem in Anbetracht des Fachkräftemangels zu fördern und nicht, wie in Niedersachsen, mit hohen Studiengebühren zu bestrafen. So sind beispielsweise an der Universität Hannover vor Antritt des Studiums mehr als 820 Euro Studien- und Semestergebühren zu zahlen, bevor die Studentin oder der Student die Hochschule von innen gesehen hat.
TARIFERGEBNIS FÜR HOLZ- UND KUNSTSTOFFBRANCHE IN SACHSEN-ANHALT ERZIELT
• 5 Prozent mehr Geld in zwei Schritten, 320 Euro Einmalzahlung • Steigerung der Ausbildungsvergütungen um rund 25 Prozent
Magdeburg – Die IG Metall konnte in der zweiten Tarifrunde für die Beschäftigten der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie in Sachsen-Anhalt einen Tarifkompromiss erzielen: Die Entgelte der Beschäftigten werden zum 1. November diesen Jahres um 4 Prozent und ab 1. Juli 2012 um weitere 1 Prozent angehoben. Für die Monate Juli bis Oktober 2011 erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 320 Euro.
ZUKUNFT FÜR ALSTOM SALZGITTER
Keine betriebsbedingten Kündigungen!
Salzgitter – Nach monatelangen Gesprächen mit der Geschäftsführung des Schienenfahrzeugbauers Alstom konnte in der vergangenen Nacht ein Standortsicherungsvertrag für das Alstom-Werk in Salzgitter erzielt werden:
1. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis Ende August 2016 ausgeschlossen. Notwendige Personalanpassungen erfolgen über ein freiwilliges Abfindungsprogramm. Über diesen Weg sollen rund 160 Stellen abgebaut werden. Darüber hinaus wird ein Teil der Beschäftigten, die in den Ruhestand gehen, nicht ersetzt.
2. Zentrale Umfänge des Stahlrohbaus bleiben am Standort in Salzgitter erhalten. Die Partnerschaft mit dem polnischen Standort in Kattowitz wird ausgebaut.
3. Die tariflich abgesicherte Arbeitszeit beträgt weiterhin 35 Stunden / Woche. Es wird eine unbezahlte Arbeitsstunde zur Qualifizierung der Beschäftigten eingeführt.
4. Das Urlaubsgeld wird für vier Jahre halbiert, wenn die betriebswirtschaftlichen Ziele nicht erreicht werden können.







