Hannover - Parallel zu den Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie beginnen die Tarifverhandlungen mit Volkswagen. Die erste Verhandlung findet am 8. Mai, einen Tag vor der 4. Tarifverhandlung mit NiedersachsenMetall, in Salzgitter statt.
Hannover – Rund 1.700 Beschäftigte in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt haben sich bisher an den Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie beteiligt. Bis zur 4. Tarifverhandlung mit den Arbeitgebern in Niedersachsen am 9. Mai wird es weitere Warnstreiks in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt geben. „Die Arbeitgeber können sich auf eine massive Warnstreikwelle einstellen, die sie mit ihrem unzureichenden Angebot und ihrer Verzögerungstaktik selbst zu verantworten haben,“ kündigte Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt am heutigen Mittwoch an.
Hannover – Die IG Metall begrüßt die am heutigen Freitag von der SPD in Niedersachsen vorgestellten Kriterien für Wirtschaftsförderung. „Es ist längst überfällig, die aus Steuergeldern finanzierte Wirtschaftsförderung an gute Arbeits- und Leistungsbedingungen, Mitbestimmungsrechte der Beschäftigten sowie die Tarifbindung der Betriebe in Niedersachsen zu binden. Dafür streitet die IG Metall seit Jahren,“ sagte Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Dass Betriebe nach dem Willen der SPD zukünftig für die Schaffung von Arbeitplätzen nur dann Zuschüsse erhielten, wenn die Beschäftigten gemäß dem Branchentariflohn bezahlt würden, sei, so Hartmut Meine weiter, besonders zu begrüßen. Damit gehen die Vorschläge über die Regelungen in Sachsen-Anhalt und Thüringen weit hinaus.
Hannover – Das unzureichende Angebot und die Hinhaltetaktik der Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie provozieren Warnstreiks. Unmittelbar nach Ende der Friedenspflicht am 29. April, Mitternacht, beteiligen sich die Nachtschicht-Beschäftigten von Bosch in Salzgitter, von Continental in Gifhorn, Haendler & Natermann in Hannoversch Münden und KSM Castings in Hildesheim an öffentlichkeitswirksamen Warnstreikaktionen.
Barleben – Rund 700 Beschäftigte aus der Betrieben der Region Magdeburg haben sich vor der dritten Tarifverhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt an Warnstreiks beteiligt. An dem Warnstreik in Barleben beteiligten sich beispielsweise Beschäftigte von Schiess aus Ascherleben, von Novelis aus Nachterstedt, von SKL und Schaeffler aus Magdeburg sowie Beschäftigte von ThyssenKrupp Presta, BMB und dem Achslagerwerk Staßfurt. Darüber hinaus beteiligten sich Delegationen von Beschäftigten von ABB, KSB, IMO sowie MKM, BIS Rohrleitungsbau, Fahrzeugtechnik Dessau und VEM an dem Warnstreik.