Anlässlich des Tags der Arbeit zollt der Zeit-Autor Kolja Rudzio den Gewerkschaften und Betriebsräten Respekt und bedauert, dass Arbeitnehmervertreter lange Zeit meist als "Betonköpfe", "Bremser" und "Gestrige" geschmäht wurden.
Hartmut Meine bekräftigt im Interview mit den VDI Nachrichten die Forderung der IG Metall nach 6,5% mehr Lohn. Und er kritisiert die Arbeitgeber wegen deren Weigerung, Leiharbeit fair zu regulieren. Zudem dreht sich das Gespräch um den von der IG Metall vorgeschlagenen Maßnahmenkatalog gegen Ingenieurmangel.
Hannover – Die von der Bundesregierung geplante Absenkung der Mindestverdienstgrenzen für Nicht-EU-Bürger ist als Maßnahme gegen den drohenden Fachkräftemangel völlig ungeeignet. „Die geplante Absenkung der Mindestverdienstgrenze für Ingenieure auf 33.000 Euro Jahresentgelt untergräbt massiv die tariflichen Standards und löst nicht das Problem des Ingenieurmangels,“ kritisiert Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
Mit einer Veranstaltung im Rahmen der Hannover Messe will die IG Metall einen präzisen Blick auf den aktuellen Arbeitsmarkt werfen und die Diskussion um den sogenannten Fachkräftemangel aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten.
52 Prozent der Beschäftigten müssen sehr häufig oder oft gehetzt arbeiten. 63 Prozent geben an, dass sie seit Jahren immer mehr in der gleichen Zeit leisten müssen. Dabei gilt generell: Je stärker die Arbeit intensiviert wird, desto mehr muss gehetzt werden. Und je länger die wöchentliche Arbeitszeit, desto größer ist die Arbeitshetze.