Hannover – In der dritten Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie haben die Arbeitgeber am heutigen Freitag (20.04.) auch in Niedersachsen ihr Angebot vorgelegt. Unmittelbar vor der Verhandlung hatten rund 400 Auszubildende und Beschäftigte aus Betrieben der Region Hannover lautstark für ihre berechtigten Forderungen demonstriert. Die vierte Tarifverhandlung findet am 9. Mai 2012 statt.
Der IG Metall-Vorstand empfiehlt eine Entgeltforderung bis zu 6,5 Prozent. Damit hat der Vorstand die Diskussionen in den regionalen Tarifkommissionen ausgewertet und gebündelt. Neben höheren Entgelten will die IG Metall in der Metall- und Elektroindustrie auch bessere Beschäftigungssituationen für die junge Generation erstreiten: Das beinhaltet die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten, eine Einstiegsqualifizierung für benachteiligte Jugendliche und faire Bedingungen für Leiharbeitsbeschäftigte.
Hannover – In der zweiten Verhandlung über die qualitativen Themen der Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie Niedersachsen konnte keine Annäherung erzielt werden. Die Arbeitgeber lehnen die von der IG Metall geforderte unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und faire Regelungen der Leiharbeit weiterhin strikt ab. Bezüglich der von der IG Metall geforderten Einstiegsqualifizierung für förderungsbedürftige Jugendliche, signalisierten die Arbeitgeber in den Verhandlungen eine Bereitschaft zur Einigung. Ähnlich unkonkret verhielten sie sich auch in der Frage des geforderten Tarifvertrages für junge Menschen, die eine Ausbildung mit einem Studium verbinden.
Hannover – Die IG Metall in Niedersachsen kann erneut auf ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr zurückblicken: 2011 traten 13.828 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in die IG Metall ein. 30 Prozent der neuen Mitglieder gehören der jungen Generation an. Berücksichtigt man die Sterbefälle, fällt die Jahresbilanz 2011 ebenfalls positiv aus: Die Zahl der niedersächsischen IG Metall-Mitglieder nahm um 2,4 Prozent zu und betrug zum Jahresende 235.811. Insgesamt vertritt die IG Metall in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt 270.101 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Im gesamten Bezirk Nieder-sachsen und Sachsen-Anhalt verzeichnet die IG Metall abzüglich der Sterbefälle einen Mitgliederzuwachs von 2 Prozent.
Magdeburg – Die IG Metall in Sachsen-Anhalt kann erneut auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken: 2011 traten mehr als 1.342 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in die IG Metall ein. Gegenüber 2010 konnte der Mitgliederzuwachs in Sachsen-Anhalt damit um 3,5 Prozent gesteigert werden. Berücksichtigt man die Sterbefälle, fällt die Jahresbilanz 2011 ebenfalls positiv aus. Die Zahl der IG Metall-Mitglieder in Sachsen-Anhalt ist mit rund 36.000 Menschen nach 2010 erneut konstant.